Vergleichen Sie den Gesamtpreis für Ihre Anfragen, nicht nur die Grundgebühr. In unserer Beispielrechnung trägt sich ein Chatbot ab 274 Anfragen im Monat, wenn er 40 Prozent davon übernimmt und je vier Minuten spart.
Drei Preismodelle brauchen drei verschiedene Zähler
Der Gesamtpreis zählt. Wer die Preise für einen Chatbot im Unternehmen vergleicht, braucht die Anzahl der betreuenden Mitarbeiter, der Kundenanfragen und der Antworten je Gespräch. Eine Monatsgebühr allein sagt wenig darüber aus, was Ihr Betrieb am Ende bezahlt.
Drei Modelle lassen sich unterscheiden: Sie bezahlen pro abgerechnetem Ergebnis, pro Mitarbeiterzugang plus Nutzung oder für ein Paket mit begrenztem Verbrauch. Ein Mitarbeiterzugang heißt häufig Seat. Credits sind Recheneinheiten des Anbieters; sie sind nicht automatisch ganze Kundengespräche.
Unsere Empfehlung: Vergleichen Sie Angebote mit derselben Aufgabe. Für einen ersten Website-Chat sind das etwa Fragen zu Leistungen, Lieferbedingungen und Öffnungszeiten. Auftragserteilung und verbindliche Zusagen bleiben zunächst beim Team. Die folgende Rechnung trennt Softwarekosten von der Arbeitszeit für Einrichtung und Pflege. Wer einen Ablauf außerhalb der Website plant, findet die ergänzende Jahresrechnung für einen KI-Agenten.
Bei Intercom kommen Nutzungskosten zum Arbeitsplatz hinzu
Der Arbeitsplatz ist erst der Anfang. Intercom Essential kostet laut Preisliste 29 US-Dollar je Arbeitsplatz und Monat bei jährlicher Abrechnung. Bei monatlicher Abrechnung sind es 39 US-Dollar.
Für zwei Arbeitsplätze und 240 abrechenbare Support-Ergebnisse ergibt unser Beispiel: 2 × 39 + 240 × 0,99 = 315,60 US-Dollar im Monat, vor Zusatzleistungen und möglichen Steuern. Der Sitzpreis beantwortet noch keine Kundenfrage.
Die Detailregeln für Fin verdienen Aufmerksamkeit: Eine Lösung oder ein eingerichteter Ablauf, der erfolgreich mit einer Übergabe endet, kostet 0,99 US-Dollar, eine qualifizierte Vertriebsanfrage 9,99 US-Dollar. Für ausdrücklich als Selbstbedienung markierte Weiterleitungen gilt der niedrigere Satz. Auch ein Gespräch ohne weitere Hilfeanfrage nach der Antwort kann als gelöst zählen. Pro Gespräch fällt höchstens eine Ergebnisgebühr an. Das sind Abrechnungsregeln, kein Beweis gesparter Arbeitszeit.
Mit einem vorhandenen Helpdesk, also einer Software für Kundenanfragen, entfällt laut Intercom-FAQ der Intercom-Sitzpreis für Fin; eine Mindestabnahme bleibt. Die Kosten Ihrer bisherigen Software laufen gegebenenfalls weiter.
700 Credits reichen im Beispiel für 175 Gespräche
Ein Paket braucht eine Verbrauchsrechnung. Chatbase Hobby kostet bei monatlicher Zahlung 40 US-Dollar und enthält 700 Nachrichten-Credits sowie zwei Mitarbeiterzugänge. Standard kostet 150 US-Dollar für 4.000 Credits und drei Zugänge. Das sind begrenzte Pakete, keine unbegrenzten Flatrates.
Laut Modelldokumentation verbraucht Auto einen Credit je Nachricht; je nach Modell können mehr Credits anfallen. Nehmen wir vier KI-Antworten je Gespräch an, reichen 700 Credits rechnerisch für 175 Gespräche. Bei 600 Gesprächen fallen unter dieser Annahme 2.400 Credits an.
Schreiben Sie deshalb die erwartete Gesprächslänge direkt neben den Paketpreis. Bei acht statt vier Antworten verdoppelt sich der Bedarf. Prüfen Sie außerdem die gewünschte Übergabe an einen Mitarbeiter als eigene Anforderung, bevor Sie ein Paket allein nach Credits auswählen. Die Anbieterpreise sind ohne Steuern ausgewiesen; dazu nennen Intercom und Chatbase ihre Abrechnungsregeln.
Unsere Monatsrechnung enthält 255 Euro Gesamtkosten
Pflegezeit gehört ins Budget. Für eine vom Anbieter unabhängige Beispielrechnung setzen wir 100 Euro monatliche Softwarekosten, 600 Euro einmalige Einrichtung und einen internen Stundensatz von 35 Euro an. Diese Werte sind Annahmen, kein Angebot von Thümmler AI oder einem der genannten Anbieter.
Die Einrichtung verteilen wir für den Vergleich auf zwölf Monate. Zusätzlich planen wir jeden Monat zwei Stunden für das Aktualisieren der Antworten und eine Stunde für Stichproben und Korrekturen ein. Daraus entsteht diese ausgefüllte Monatsliste:
- Software einschließlich erwarteter Nutzung: 100 Euro
- Einrichtung: 600 Euro ÷ 12 Monate = 50 Euro
- Antworten pflegen: 2 Stunden × 35 Euro = 70 Euro
- Stichproben und Korrekturen: 1 Stunde × 35 Euro = 35 Euro
- Gesamtkosten im Vergleich: 100 + 50 + 70 + 35 = 255 Euro
Ab 274 Anfragen trägt sich diese Beispielrechnung
Die gesparte Zeit entscheidet. Wir nehmen 600 Website-Anfragen im Monat an. Davon erledigt der Chatbot 40 Prozent ohne Nacharbeit, also 240 Anfragen. Jede davon spart vier Minuten. Das ergibt 960 Minuten oder 16 Stunden, bewertet mit 35 Euro je Stunde: 560 Euro.
Nach den 255 Euro Gesamtkosten bleiben rechnerisch 305 Euro monatlicher Vorteil. Die Rechnung bewertet freie Arbeitszeit; sie senkt nicht automatisch Lohnzahlungen. Wer die gewonnenen Stunden nicht anders einsetzen kann, sollte sie nicht als sichere Geldersparnis verbuchen.
Die Formel zum Übernehmen lautet: Mindestzahl der Anfragen = Monatsgesamtkosten ÷ (Erledigungsanteil × gesparte Minuten ÷ 60 × Stundensatz). Mit unseren Annahmen: 255 ÷ (0,40 × 4 ÷ 60 × 35) = 273,21. Aufgerundet sind es 274 Anfragen. Die Rechnung setzt voraus, dass das Softwarebudget im betrachteten Mengenbereich gleich bleibt; zusätzliche Nutzungsgebühren müssen Sie vorher ergänzen.
Bei nur 100 Anfragen entstehen dagegen 93,33 Euro bewertete Zeitersparnis. Es fehlen 161,67 Euro zur Kostendeckung. Für diesen Fall würden wir zunächst vorhandene Antworten und das Kontaktformular verbessern.
Sechs Zeilen machen Angebote vergleichbar
Ein Angebot braucht feste Mengen. Kopieren Sie die folgenden sechs Zeilen in Ihre Anfrage und lassen Sie jeden Anbieter denselben Monatsfall berechnen. Damit sehen Sie, ob ein niedriger Einstiegspreis zu Ihrem Verbrauch passt.
- 1. Aufgabe und Menge: Website-Support, 600 Gespräche monatlich, im Mittel vier KI-Antworten, zwei Mitarbeiterzugänge.
- 2. Abrechnung: Was zählt als kostenpflichtiges Gespräch, Ergebnis oder Nachricht? Bitte auch Übergaben und abgebrochene Gespräche erklären.
- 3. Grundpreis: Monatliche Zahlung, enthaltene Menge, Währung und Steuern getrennt ausweisen.
- 4. Mehrverbrauch: Preis bei doppelter Menge, automatische Nachkäufe und eine feste Ausgabengrenze nennen.
- 5. Einrichtung: Einbindung, Übernahme bestehender Antworten und Übergabe an Mitarbeiter einzeln beziffern.
- 6. Laufender Betrieb: Wer aktualisiert Inhalte, prüft Fehler und hilft bei Ausfällen? Monatlichen Aufwand und Kündigungsfrist nennen.
Der Test braucht eine Antwortliste und einen Abbruchpunkt
Ein kleiner Test begrenzt die Kosten. Wir würden mit 20 häufigen, anonymisierten Fragen beginnen und die richtigen Antworten vorher festhalten. Ergänzen Sie fünf Fälle, in denen der Bot keine Zusage machen darf: unbekannter Preis, Sonderrabatt, unklarer Liefertermin, Reklamation und eine Frage ohne passende Unterlage.
Notieren Sie pro Fall die Antwort, den berechneten Verbrauch und nötige Nacharbeit. Eine korrekte Übergabe ist dabei ein gutes Ergebnis, aber keine vollständig eingesparte Bearbeitung. Wenn der Bot einen Preis erfindet oder eine unzulässige Zusage macht, stoppen Sie die Freigabe und korrigieren zuerst die Vorgaben.
Unser Vorschlag für den Start: ein kleiner Funktionsumfang, eine benannte verantwortliche Person und eine feste monatliche Ausgabengrenze. Für eine reine Zuordnung nach Postleitzahl oder Anliegen genügt eventuell eine Regel. Die Entscheidungshilfe zu KI und klassischer Automatisierung zeigt, wie Sie diese Fälle vor der Anschaffung auseinanderhalten.
Häufige Fragen vor dem ersten Monat
Der erste Monat braucht ein klares Ziel. Hier sind die drei Fragen, die vor der Bestellung beantwortet sein sollten.
Lohnt sich die jährliche Zahlung? Wir würden erst nach einem erfolgreichen Monatstest länger binden. Der niedrigere Monatspreis hilft wenig, wenn die Antworten oder die Übergabe nicht passen. Vergleichen Sie zusätzlich die gesamte Zahlung über zwölf Monate.
Muss ein kleiner Betrieb selbst programmieren? Für den Preisvergleich zunächst nicht. Lassen Sie sich zuerst zeigen, wie derselbe Fragekatalog beantwortet und an Ihr Team übergeben wird. Eine Anbindung an interne Systeme gehört als eigener Posten ins Angebot.
Welche Kennzahl zählt nach dem Start? Erfasste Arbeitsminuten für Einrichtung, Pflege und Nacharbeit gegenüber tatsächlich entfallener Bearbeitung. Ergänzen Sie Softwarekosten und mögliche Mehrnutzung. Die Anleitung zu KI-Kosten je Vorgang hilft bei der laufenden Rechnung.
Nächster Schritt: Tragen Sie Ihre Monatsmenge in die sechs Angebotszeilen ein und rechnen Sie die Kostenschwelle aus. Wenn Sie dabei Unterstützung möchten, besprechen wir Ihren Website-Chat im kostenlosen Erstgespräch.
Quellen & Stand
Quellen zuletzt geprüft: 01.10.2026. Herstellerangaben und unsere Einordnung werden im Text unterschieden.
- Intercom: Preise
- Intercom: Arbeitsplätze
- Intercom: Fin-Ergebnisse und Abrechnung
- Intercom: Preisfragen
- Chatbase: Preise
- Chatbase: Modellvergleich
- Intercom: Steuern
- Chatbase: Vertragsbedingungen
Korrekturhinweise: [email protected].
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